Von Emmanuel Sauvage · Aktualisiert am
Ratgeber
IP-Schutzarten: Bad und Außenbereich
Der IP-Code (DIN EN 60529) hat zwei Ziffern: die erste für Fremdkörper (0–6), die zweite für Wasser (0–9). „X“ = nicht geprüft.
Übliche Schutzarten
| Schutzart | Wasserschutz | Einsatz |
|---|---|---|
| IP20 | keiner | Trockene Innenräume |
| IP44 | Spritzwasser aus allen Richtungen | Bad Bereich 2, überdachte Außenwand |
| IP65 | Strahlwasser | Freiliegend außen |
| IP67 | Zeitweiliges Untertauchen bis 1 m | Bad Bereich 0, Bodenstrahler |
| IP68 | Dauerndes Untertauchen (Herstellerangaben) | Teich, Pool |
Badbereiche nach DIN VDE 0100-701
- Bereich 0 (Innenraum von Wanne oder Duschtasse): mindestens IPX7, nur SELV bis 12 V AC.
- Bereich 1 (über Wanne/Dusche bis 2,25 m): mindestens IPX4 (IPX5 bei Strahlwasser zur Reinigung).
- Bereich 2 (0,6 m um Bereich 1): mindestens IPX4.
- Außerhalb: keine IP-Vorgabe, über dem Waschbecken ist IP44 trotzdem sinnvoll.
Alle Stromkreise im Bad brauchen einen Fehlerstromschutzschalter (RCD) mit max. 30 mA. Arbeiten an der Elektroinstallation darf in Deutschland nur ein in das Installateurverzeichnis eingetragener Elektrofachbetrieb ausführen (NAV § 13). Eine Lampe zu wechseln ist jederzeit erlaubt.
Österreich und Schweiz
Österreich: ÖVE/ÖNORM E 8101 übernimmt die Bereichseinteilung der IEC 60364-7-701. Schweiz: NIN (SN 411000), Abschnitt 7.01, mit gleicher Logik; Installationen regelt die Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV).